Historiker Dr. Wolfgang Zimmermann beim Festakt zum Jubiläum "800 Jahre Burgberg" am 30. Januar 2009: "Zweite Urkunde aus dem Haus-, Hof- und Staatsarchiv zu Wien aufgetaucht".

Fackeln loderten vor dem Eingang, im Foyer war der rote Teppich ausgerollt, über den blütenweiß bespannten Stuhlreihen wölbten sich breite textile Bänder in Weiß: Stilvoll wurde in der Maria-von-Linden-Halle der Auftakt zum Jubiläum "800 Jahre Burgberg" gefeiert.
Gespannt war man u.a. auf Festredner Dr. Wolfgang Zimmermann aus Stuttgart, der schon einmal bei einem Vortrag im Katholischen Gemeindehaus ganz tief in die Geschichte des Ortes Burgberg blickte.
Als Festredner war der Leitende Direktor des Landesarchivs Baden-Württemberg wieder vor Ort. Der Historiker verstand es ausgezeichnet, die facettenreiche Vergangenheit Burgbergs gleichsam spannend und verständlich zu vermitteln.
Die Ortsgeschichte mag vielen Leuten in groben Umrissen geläufig sein, zumal es auch im Festbuch "800-Jahre Burgberg - Geschichte voller leben" aufschlussreiche Beiträge dazu gibt. Die gespannten Zuhörer trauten zunächst ihren Ohren nicht, als der Historiker eine Fälschung jener Urkunde aus dem Jahr 1209, auf der sich Burgberg erstmals erwähnt findet, nicht ausschloss. Doch keine Panik. Die Geschichte muss nicht umgeschrieben werden, denn Dr. Wolfgang Zimmermann schob gleich einen Knüller nach. Ganz aktuell konnte er auf eine zweite Urkunde aus dem Haus-, Hof- und Staatsarchiv zu Wien verweisen,
in der ein "Konrad von Berg" genannt wird, der zu Rittern gehörte, die überm Hürbetal eine Burg besaßen, die zur Keimzelle der Siedlung wurde.

Bild zeigt die zweite Geburtsurkunde von Burgberg

Bild zeigt die zweite Geburtsurkunde von Burgberg



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Weitere Bilder vom Festakt HZ / HNP (Fotos: Franz Becker)

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