Sie sind hier:

Dorfgemeinschaft aktuell

Dorfdialog

Bilder

Termine

Download

Archiv

Suchen nach:

Allgemein:

Startseite

Impressum

Kontakt

Erster Dorfdialog fand reges Interesse - März 2017

Ein neuer Hausarzt ist in Burgberg nicht in Sicht

Das Interesse der Bürger für Kommunalpolitik und innerörtliche Themen zu stärken, ist für die Dorfgemeinschaft Burgberg ein wichtiges Anliegen. Weil es im Teilort keine Ortschaftsverfassung und damit keinen Ortschaftsrat gibt, macht sich der 100 Mitglieder zählende Verein Gedanken, wie mehr Bürgerbeteiligung zu erreichen ist.
Dafür ruft die Dorfgemeinschaft nun die Veranstaltungsreihe "Dorfdialog" ins Leben. Sie soll Gelegenheit geben, sich über Belange und Themen des Dorfes zu informieren und darüber ins Gespräch zu kommen. Wie können sich die Herausforderungen gemeinsam bewältigen lassen? Und wie kann sich der Ort in Zukunft positionieren?
Am Freitag, 24. März fand im Vereinszimmer der Maria-von-Linden-Halle die erste Veranstaltung statt. Den Auftakt machte bei der gut besuchten Veranstaltung DRK-Bereitschaftsleiter Georg Baamann. Er informierte darüber, dass im vergangenen Jahr mit neun aktiven Mitgliedern 1059 Einsatzstunden geleistet wurden. Dazu gehörten unter anderem Sanitätsdienste, technische Einsätze sowie 36 Einsätze der Helfer-vor-Ort-Gruppe und zwei Blutspendetermine mit 223 Spenden. Baamann beschrieb in diesem Zusammenhang die Tätigkeit eines Helfers vor Ort und die Notwendigkeit, die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes zu überbrücken.
Ein Vortrag von Dr. Jürgen Siebert mit dem aktuellen Thema "Was ist dringend? Ärztliche Versorgung bei Notfällen" fand große Aufmerksamkeit. Mehr als drei Jahrzehnte war Dr. Jürgen Siebert Hausarzt in Burgberg. Ende Juni 2017 geht er in den Ruhestand. Ein Nachfolger ist nicht in Sicht. Seit Jahren bemüht sich Siebert vergebens um einen Nachfolger. Ein lückenloser Übergang scheint mittlerweile ausgeschlossen. Fragen nach einer Kooperation mit Hermaringen oder dem geplanten Ärztehaus in Giengen musste er negativ beantworten. Es habe Pläne gegeben, aber diese seien bisher alle gescheitert.
In diesem Zusammenhang warf Siebert die Frage auf, ob ein Arzt vor Ort überhaupt noch zeitgemäß ist, und leitete damit in die offene Diskussion über. Der Großteil der Anwesenden zeigte sich durchaus besorgt um die Zukunft der ärztlichen Versorgung im Ort.

Um als Teilort künftig mehr Einfluss auf kommunale Entscheidungsprozesse zu haben, strebe die Burgberger Dorfgemeinschaft außerdem die Bildung eines Ortschaftsrats und die Bildung einer Ortschaftsverfassung an, sagt Vorsitzender Dieter Danzer. Derzeit würden die rechtlichen Voraussetzungen hierfür geprüft. Dies und andere Themen sollen Anlass für zwei weitere Dorfdialoge in diesem Jahr bieten. (db)